His (Wilh.), namhafter Anatom, geb. 9. Juli 1831 zu Basel, widmete sich zuerst an der Universität seiner Vaterstadt, dann zu Berlin, Würzburg und Wien dem Studium der Medizin, wurde 1857 zu Basel Professor der Anatomie und Physiologie und folgte 1872 einem Rufe als Lehrer der Anatomie an der Universität zu Leipzig. H. hat sich mit Erfolg histologischen Forschungen gewidmet, wie seine Untersuchungen über die Hornhaut, die Lymphdrüsen und Lymphgefäße beweisen, während in letzterer Zeit seine Studien wesentlich auf anatom. und embryolog. Gebiete gerichtet waren. Von seinen Schriften sind hervorzuheben: Crania helveticad (mit Rütimeyer, Bas. 1864), (Untersuchungen über die erste Anlage des Wirbeltierleibesb» (Lpz. 1868), Unsere Körperform und das physiol. Problem ihrer Entstehung (Lpz. 1875), in welcher letztern Arbeit er eine polemische Haltung gegen Häckel einnimmt, und die seit 1880 in Publikation befindliche Anatomie menschlicher Embryonend. Mit Braune gibt er seit 1875 die * — für Anatomie und Entwickelungsgeschichtev, beiehentlich seit 1877 den anatom. Teil des Archivs für Anatomen und Physiologen» (Opz.) heraus. In der letztern sowie im Archiv für Auhropulgter veröffentlichte H. eine Reihe wertvoller anatom. und physiol. Arbeiten. ö Hishäm, der ** des Abd-al⸗-malik, der ehnte umajjadische Kalif, folgte seinem Bruder Jazid II. Ende Januar 724 n. Chr. Er wird als ein milder und gerechter Herrscher geschildert, welcher von seinem Hofe alle mit den alten einfachen Sitten des Islam in Widerspruch stehenden Veronders it verbannte. Sein Kalifat war ein beonders sturm- und kampfreiches. Ein Aufruhr folgte dem andern; Chorasän und Indien, Balch und Samarkand empörten sich. Seine Statthalter hatten die gefährlichsten Kriege mit den türk. Völkerschaften zu bestehen; die Schiiten empörten sich in Kufa im J. 740. Selbst in Spanien drohte der Aufruhr, doch waren die Moslems immer noch im Stande, ihre Eroberungszüge nach Gallien zu erneuern, wurden aber durch Karl Martell verhindert, weiter nach Osten vorzudringen. H. starb in einem Alter von 56 Jahren in Rusäfa, im Gebiete von Kinnesrin, 6. Febr. 743.