Hishäam, der Sohn des Abd-al-rahmän, der zweite Kalif aus dem Geschlecht der Omajjaden in Spanien, regierte von 787 bis 796 n. Chr. Er widmete sich mit Eifer nicht nur seinen Regentenpflichten, sondern auch der Krankenpflege und andern frommen Werken. Nur ungern führte er die Kriege, zu welchen ihn seine Brüder Suleimän und Abdallah zwangen. Er nötigte sie endlich zur Flucht nach Afrika. Seine Eroberungszüge nach Galicien und in die an sein Reich grenzenden christlichen Provinzen (Narbonne und Gironne) waren zwar zeitweilig von glücklichem Erfolg, doch waren seine Feldherren nicht im Stande, die eroberten Gebiete längere Zeit zu behaupten. H. hat sich namentlich auch um die Verschönerung von Cordova sehr verdient gemacht, indem er die von seinem Vater Abd-al-rahmän begonnene Moschee vollendete und eine große Brücke baute.