Heinrich II., Graf von Trastamara, König von Castilien 1369—79, ein Sohn Alfons' XI. von Heinrich (Kaiser von Konstantinopel) seiner Geliebten Eleonore Guzman, trat schon 1356 als Prätendent gegen seinen regierenden Bruder Peter den Grausamen auf. Damals mißlang der Anschlag und H. mußte nach Aragonien fliehen. Zehn Jahre später warb er im Bunde mit den Königen von Aragonien und Navarra die damals durch eine Pause des engl.⸗franz. Kriegs verfügbar gewordenen Söldnerscharen und den berühmten Ritter Bertrand du Guesclin. Bei seinem Erscheinen in Castilien 1366 fielen alle von Peter ab, der nach der Gascogne flüchtete zu dem Schwarzen Prinzen, dem Sohne Eduards III. Durch große Versprechungen wurde dieser bestimmt, nun auch seinerseits in Spanien einzugreifen. Er gewann, gleich nachdem er über den Ebro gegangen war, 3. April 1367, die Schlacht bei Navarrete, sodaß H. wieder flüchten und Castilien seinem Bruder überlassen mußte. Peter aber fand es nun nicht für nötig, das den Engländern gegebene Versprechen zu erfüllen, weshalb diese abzogen, H. aber wieder mit Hilfe Guesclins in Castilien Fuß faßte. Die Schlacht bei Montiel (März 1369) entschied gegen Peter, der dann, als er mit H. Verhandlungen anknüpfte, von diesem 23. März mit eigener Hand getötet wurde. H. regierte nun milde, weise und gerecht, ebenso wie seit 1379 sein Sohn und Nachfolger Johann I.