Hyrkanus, zwei jüd. Hohepriester und Fürsten aus dem Hasmonäischen Geschlecht. Johannes 5. I., Simons Sohn, der 135 — 105 v. Chr. re-Bald! war anfangs von den Syrern abhängig. ald wurde er jedoch selbständig, eroberte Sichem, unterwarf sich die Samaritaner und zerstörte ihren Tempel auf dem Berge Garizim (129 v. Chr.); auch zwang er die Idumäer, sich an das Judentum anzuschließen. Er knüpfte mit den Römern ein Bündnis, baute die starke Burg Baris (Antonia) an der nordwestl. Ecke des Tempelbergs und erweiterte sein Gebiet fast wieder bis an die alten Grenzen des Davidischen Reichs. Auch scheint er den Grund zu dem Synedrium (s. d.) gelegt zu haben. Ursprünglich ein Pharisäer, trat er später auf die Seite der Sadducäer. Er hinterließ bei einem Tode fünf Söhne, von denen Aristobul und lexander unter dem Titel von Königen regierten.