FeedHochvogel (der)
ErdkundeBrockhaus 1882

Hochvogel (der), ein 2590 m hoher Berg der eigentlichen Algäuer Alpen (s. Alpen, 20), erhebt sich dicht am Hauptkamme derselben, welcher die Grenze zwischen Bayern (Provinz Schwaben) und Tirol und die Wasserscheide zwischen Iller und Lech bildet, in dem Aste, der von der Kreuzspitze östlich zwischen dem Schwarzwasser-⸗ und dem Hornbachthal gegen den Lech vorspringt. Aus Dolomit bestehend, bildet der H. eine mächtige, schöngeformte Felspyramide. Der Gipfel, welcher durch ein großes Kreuz bezeichnet ist, bietet eine prachtvolle Aussicht über die Alpen vom Groß-Venediger in den Hohen Tauern bis zum Tödi in den Glarner Alpen und von der Zugspitze im Wettersteingebirge bis zum Sentis. Die Besteigung, welche etwas mühsam, aber nicht schwierig ist, wird gewöhnlich von Hinterstein (861 m, 9 km südöstlich von Immenstadt) über die Berggündelhütte, die Balkenscharte und den Kalten Winkel, d. h. das Firnfeld der Ostflanke, ausgeführt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 287Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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