FeedHochwang (der)
Sport & SpielBrockhaus 1882

Hochwang (der), ein Bergstock der Plessurgruppe in den Rhätischen oder Graubündner Alpen (s. Alpen, 10), erhebt sich 8 Km ostnordöstlich von Chur als scharfer, von W. nach O. verlaufender Grat auf der Wasserscheide zwischen der Plessur und der Lanquart. Aus grauem Bündnerschiefer gebildet, fällt der Berg nach S. zum Schanfigg mit steilen, bewachsenen, von tiefen Bachrunsen durchfurchten Hal— den, nach N. gegen Valzeina mit kahlen Felshängen ab. Die wichtigsten Erhebungen sind der Faulenberg (2395 m) im W., der Teufelskopf (2459 m) in der Mitte und der eigentliche H. (2535 m) am Ostende des Grates. Die nicht schwierige und lohnende Besteigung wird gewöhnlich von St. Peter (1252 m) im Schann ausgeführt. Hochwild. In den verschiedenen deutschen Ländern wird die Jagd ziemlich willkürlich in hohe und niedere oder in hohe, mittlere und niedere eingeteilt. Das zur hohen Jagd gehörige Wild heißt H. Man begreift darunter von nützlichem Haarwild: das Auer⸗, Edel⸗, Dam⸗, Elen⸗, Stein⸗ und Gamswild; an Federwild: Schwan, Trappe, Kranich, Auerhuhn und Fasan; früher zählte man sonderbarerweise auch den Focken (Nachtreiher) dazu; an schädlichem Haarwild: Bär und Luchs. Der Wolf wird zur Mitteljagd, die großen Raubvögel, als Adler und Geier, 3ue die zur Jagd verwendbaren Falken werden bald als H. angesprochen, bald zur Mittel⸗ oder Niederjagd gezählt. Das schweiz. Jagdgesetz von 1876 versteht unter H. das im Hochgebirge lebende nützliche und schädliche Wild.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 288Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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