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ErdkundeBrockhaus 1882

Hohenelbe, Stadt im nordöstl. Böhmen, an der Elbe, Endpunkt der Zweiglinie Pelsdorf-H. der Ssterreichischen Nordwestbahn, am südl. Abhang des Riesengebirges, 455 müber dem Meere, in einer an Naturschönheiten reichen Gegend, ist der Sitz einer Bezirkshauptmannschaft und eines Bezirksgerichts, hat ein Schloß mit schönem Park, ein Augustinerkloster, eine Krankenanstalt, eine Fachschule für Weberei (1873 gestiftet) und zählt (1880) 5318 deutsche E., welche eine Flachsgarnspinnerei, eine Baumwollgarnspinnerei, drei mean. Webereien, eine Papierfabrik, fünf Kunstbleichen, vier Färbereien und Druckereien, eine Eisengießerei und Maschinenwerkstätte und eine Verbandstofffabrik unterhalten. Der Heidelberg (950 m), welcher die Stadt im NW. überragt, gewährt eine schöne Aussicht.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 312Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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