Hohenzollern (Karl Anton, Fürst von), geb. 7. Sept. 1811, folgte seinem Vater, dem Fürsten Karl, nach dessen Abdankung am 27. Aug. 1848 in der Regierung des Fürstentums Hohenzollern-Sigmaringen, trat aber schon 7. Dez. 1849 sein Land dem König von Preußen ab, erhielt am 20. März 1850 das Prädikat Hoheito mit den Prärogativen eines nachgeborenen Prinzen des königl. preuß. a und wurde 1853 preuß. Generallieutenant. m J. 1854 wurde er, um Einsprache gegen den rimkrieg zu erheben, nach Paris gesandt. Am 5. Nov. 1858 zum Präsidenten des Staatsministeriums berufen, wurde er 31. Mai 1859 General der Infanterie und erhielt anläßlich derjKrönungsfeier zu Königsberg 18. Okt. 1861 das Prädikat Königl. Hoheito. Den Vorsitz des Staatsministeriums legte er im März 1862 nieder und wurde 1863 Militärgouverneur der Rheinprovinz und von Westfalen. Im J. 1871 von dieser Stellung entbunden, residiert er seitdem meist auf seinem Schlosse zu Sigmaringen (in welchem er eins der reichhaltigsten kunsthistor. Museen Deutschlands errichtet hat), außerdem in den Schlössern zu Krauchenwies und Weinburg. Er ist stellvertretender Präses der Landesverteidigungskommission und Chef des 1. magdeburgischen Infanterieregiments Nr. 26. Aus seiner am 21. Okt. 1834 geschlossenen Ehe mit der Prinzessin Josephine von Baden sind entsprossen: Erbprinz Leopold, geb. 22. Sept. 1835, preuß. Generallieutenant, dessen span. Thronkandidatur 1870 der Vorwand zur franz, Kriegserklärung wurde: Prinzessin Stephanis, geb. noch von dem Fürsten von Hohenzollern mit königl. Genehmigung verliehen, nachdem er am 23. Aug. 1851 unter die preuß. Orden aufgenommen worden. Er zerfällt in das Ehrenkreuz erster, zweiter und dritter Klasse und ist in seiner äußern Form dem obigen Orden im wesentlichen ähnlich. Dem Orden sind am eine goldene und eine silberne Verdienstmedaille affiluert. Vgl. Schneider, Der Königl. Hausorden von Hohenzollern und der Fürstl. Hausorden von Hohenzollerno (Berl. 1869).