Hospitaliterinnen oder Hospitalschwe— stern, auch Gottestöchtero genannt, sind Vereine von Laienschwestern, Kloster-und Chorfrauen, welche zur Ausübung der Krankenpflege zusammentraten, daneben jedoch auch die Erziehung armer, besonders verwaister Mädchen, sowie der Bekehrung gefallener Mädchen und Frauen sich widmeten. Die ersten Gesellschaften dieser Art entstanden im 12. Jahrh.; später waren sie vorzüglich in Italien, Frankreich und den Niederlanden zahlreich.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 412Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei