FeedHydrostatik
HeilkundeBrockhaus 1882

Hydrostatik ist derjenige Teil der Hydromechanik, welcher die Einwirkung von Kräften auf Flüssigkeiten betrachtet, sofern letztere dabei im Zustande der Ruhe (des Gleichgewichts) bleiben; sie erörtert also die Gesetze des Wasserdrucks in Gefäßen und Röhren, das Verhalten des Wassers gegen darin eingetauchte Körper, das spezifische Gewicht der Flüssigkeiten, deren Zusammendrückbarkeit und deren Ausdehnung durch die Wärme. Die H. hat zum Gegenstande alle Erscheinungen und Gesetze bei der Bewegung von Flüssigkeiten, namentlich beim Ausfluß aus Gefäßen, beim Strömen in Röhrenleitungen, Gerinnen, Kanälen und Flüssen, beim Stoße gegen feste Körper, welche von bewegten Flüssigkeiten getroffen werden, und beim Widerstande der Flüssigkeiten gegen darin sich bewegende feste Körper. Hydrostatisches Bett oder Wasserbett, ein von dem berühmten engl. Arzt Neil Arnott (geb. 15. Mai 1788 zu Arbroath in Angusshire, gest. in London 2. März 1874) erfundenes Bett zur Verhütung des Aufliegens der Kranken, besteht aus einem wannenartigen, mit Wasser gefüllten Kasten und einem breiten Kautschuktuch darüber, auf welches eine mehrfach gefaltete Decke als Matratze und ein Kopfkissen gelegt wird. Auf dieser Matratze schwimmt der Kranke und spürt nicht den geringsten Druck. [dendruck.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 497Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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