FeedIliniza oder IFlinif sa
ErdkundeBrockhaus 1882

Iliniza oder IFlinif sa, Vulkan in der südamerik. Republik Ecuador, einer der Doppelgipfel auf der Westeordillere, zwischen den Provinzen Leon und Pichincha. Der südl. Gipfel hat 5302 m, der nördl. Gipfel 5162 m Höhe. lios (Ilion), s. Ilium und Troja. lische Tafel (Tabula iliaca) heißt ein kleines, in einer Palombino genannten Marmorart gearbeitetes Basrelief, welches man in der zweiten ban⸗ des 17. Jahrh. bei den Ruinen des von Tierius gestifteten Heiligtums des Julischen Geschlechts an der Appischen Straße unweit der Osteria delle Frattocchie fand und deshalb mit dem Namen Ilische Tafel belegte, weil darauf die Hauptbegebenheiten des Trojanischen Kriegs abgebildet sind. Das Ganze war in eine Anzahl von Streifen und +1πn eingetheilt und durch zwei Pilaster in drei Hauptabteilungen geschieden; fast die Hälfte mit dem ersten Pilaster ist verloren gegangen. Dargestellt waren laut den in kleiner Schrift beigefügten Angaben außer der Ilias, welche auch den Stoff für den größten Teil der Darstellungen lieferte, die dem Arktinos beigelegte Aethiopis, die Lesches zugeschriebene kleine Ilias (s. unter Cyklische Dich— ter) und die Iliupersis (nach Stesichoros, s. d.), welche letztere auf dem Hauptbilde in der Mitte dargestellt ist. Auf den beiden Pfeilern stand, wie der noch rechts erhaltene zeigt, in winzigen Buchstaben eine kurze Inhaltsangabe der Bücher der Ilias. Die beste und treueste Abbildung des jetzt im Kapitolinischen Museum befindlichen Reliefs gab O. Jahn, „Griech. Bilderchronikens (Bonn 1873), wo auch die übrigen bekannten Fragmente ähnlicher Art behandelt und abgebildet sind. Ein in Taranto befindliches Bruchstück einer Tabula iliaca ist von C. Robert in den „Annali dell' Institutoo (Rom, Jahrg. 1875) veröffentlicht worden.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 537Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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