Illiez (Val d) ein linkes Seitenthal des Rhone im Bezirk Monthey des schweiz. Kantons Wallis, erstreckt sich 22 Km lang vom Grenzkamm zwischen Unterwallis und Hochsavoyen nordöstlich bis Monthey (421 m), wo sein Bach, die Viege, in das Rhönethal heraustritt. Links wird das Thal von den teils felsigen, teils bewachsenen Vor⸗ und Mittelalpen des Chablais, rechts von dem wilden, vergletscherten Massiv der Dent du Midi (3185 m) umschlossen und den Hintergrund der Thäler Susanfe, En Barme und Les Creuses, durch deren Vereinigung das eigentliche Val d'I. entsteht, bilden die Firn⸗ und Felshäupter der Tour Sallieères (3227m) und des Mont-Ruan (3078 m) und die lange zackige Felsmauer der Dents Blanches 101 „ m). Die vergletscherten Gipfel und die kahlen Felsabstürze der östl. und südl. Thalwand bilden einen malerischen Gegensatz zu den grünen Weiden und Waldungen der linken Thalseite und dem üppigen, wohlangebauten Thalgrund, der in seinen untersten Stufen schon Reben⸗ und Edelkastanien aufweist. In den drei Gemeinden Troistorrens, Val d'J. und Champery, deren saubere, zierliche Holzhäuser in zahlreichen Dörfern, Weilern und Gehöften über das ganze Thal zerstreut sind, zählt das Val d'J. (1880) 3166 E. kath. Konfession und franz. Zunge, deren Haupterwerbsquellen der Ackerbau und die Alpenwirtschaft sind. Als Luftkurort und Touristenstation ist namentlich Champéry (1033 m) bekannt, das mit Monthey durch eine 13 km lange Poststraße, mit der Vallée de Sixt in Faucigny durch den Saumweg über Col de Couz (1970 m) und Col de Goleze und den schwindeligen Fußpfad über den Col de Sageron (2413 m) verbunden ist. In dem (linken) Seitenthal Val de Morgins liegt 1411 m über dem Meere, von Alpweiden und Nadelwaldungen umgeben, das Bad Morgins, dessen Eisensäuerling in Verbindung mit dem tonisierenden Bergklima sich namentlich bei Anämie, Nervenleiden und Skrofulose heilkräftig erweist.