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ErdkundeBrockhaus 1882

Illinois, der bedeutendste Fluß in dem gleichnamigen Staate Nordamerikas, entsteht im County Grundy im nordöstl. Teile des Staats durch die etwa 72 km südwestlich vom Michigansee stattfindende Vereinigung des Kankakee und des Plaines, deren erster im nördl. Teil von Indiana und deren letzter im südöstl. Wisconsin entspringt. Der J. fließt in westl. Richtung bis Hennepin, dann südwestlich und endlich südlich, bis er nach einem Lauf von 800 km etwa 32 km nördlich von der Mündung des Missouri links in den Mississippi fällt. Er ist breit und tief, sodaß er 390 km lang schiffbar ist; nur an der Mündung des Vermillion hat er Stromschnellen, weshalb von hier ein 150 km langer Kanal bis Chicago gebaut wurde, wodurch die direkte Wasserverbindung zwischen den Seen und dem Mississippi hergestellt ist. Seine bedeutendsten Zuflüsse sind rechts der For, Spoon und Crooked Creek, links der Vermillion, der Mackinaw und Sangamon. Marquette entdeckte den zuerst 1673; Lasalle und Hennepin erforschten sein Gebiet 1679 und 1680.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 540Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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