Intermaxilläarknochen oder Zwischenkie— ferknochen (Os intermaxillare s. incisivum), ein bei den Fischen, Vögeln und Säugetieren zwischen den beiden Oberkieferknochen eingeschalteter Kno— chen, welcher mit den letztern durch die Inter-— maxillarnähte (Suturae intermaxillarés) verbunden ist und die Schneidezähne der Oberkiefer trägt. Beim Menschen verwächst der J. schon sehr bald nach der Geburt mit dem Oberkiefer und wurde aus diesem Grunde Jahrhunderte hindurch dem Menschen abgestritten, bis Goethe und Vic d'Azyr fast gleichzeitig sein Vorhandensein am Menschenschädel nachwiesen.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 636Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei