Isotröp nennt man Körper, welche in allen ihren kleinsten Teilchen, sowie nach allen Richtungen hin gleiche physik. Beschaffenheit, wie z. B. gleiche Kohäsion, Clasticität u. s. w. haben, sodaß sie den Schall, das Licht, die Wärme, Clektricität u. s. w. nach allen Seiten in derselben Weise und Stärke leiten. Zu den isotropen Mitteln gehören die amorphen, d. h. nicht krystallisierten Körper, wie Luft, Wasser, ungepreßtes Glas u. dgl. m. Körper, welche nicht isotrop sind, heißen anisotrop oder heterotrop; zu ihnen gehören alle krystallisierten Körper mit Ausnahme derjenigen des regulären Krystallsystems; ferner Hölzer, indem diese nach den Richtungen der Fasern eine größere Clasticität besitzen als in der Richtung der Markstrahlen und Jahresringe. souard (Nicolo), auch Nicolo de Malte enannt, Opernkomponist, geb. 1775 auf der Insel alta, wurde von seinem Vater, einem Franzosen, frühzeitig für den Seedienst und dann für den Kaufmannsstand bestimmt; als Commis bildete er sich nebenbei in der Musik aus, namentlich in Neael unter Sala und Guglielmi. Im J. 1794 entagte er dem Kaufmannsstande und ging nach Florenz, wo er seine erste Oper Avviso ai maritatio auf die Bühne brachte (in Livorno 17954Artaserser als sein zweites Werk). Der Erfolg führte zu seiner Berufung in seine Heimatsinsel, zuerst als Organist an der Kirche St. Johannes von Jerusalem in Lavalette, später als Kapellmeister des Malteserordens. Nach der Eroberung der Insel durch die Franzosen lebte er als Privatmann und komponierte verschiedene Opern, wie Rinaldo d'Astiv, I barbiere di Sevigliav, L' improvisata in camagnay u. s. w. Im J. 1799 wandte er sich nach aris; obwohl er hier, durch R. Kreutzer unterstützt, bald Zugang zur Bühne der Komischen Oper fand, gelang es ihm doch erst nach Jahren, namentlich mit den Opern Michel Angev (1802) und Antrigue aux fenètresv (1805), die Gunst des Publikums zu gewinnen. Von dieser Zeit an bis zur Rückkehr Boieldieus aus Rußland (1811) war J. der Beherrscher der Opéra-Comique. Die höchste Stufe der Beliebtheit errang er durch Cendrillono (Aschenbrödelv, 1810), welche Oper J.s Ruhm auch im Auslande verbreitete. Musikalisch höher stehen die Opern MJeannot et Colino und besonders Joconde (beide 1814), die Früchte gewissenhaftern Arbeitens, zu dem er später seinem Rivalen Boieldieu gegenüber sich genötigt sah. Er starb 23. März 1818. Die Zahl der von J. komponierten Opern beträgt gegen 50; in denselben zeigt sich Frische und Gewandtheit bei häufiger Flüchtigkeit der Arbeit.