Jalousie-Rouleau (Zug⸗ und Rollja⸗- lousien) nennt man zum Unterschied von den Läden diejenigen beweglichen I., welche sich wie ein Rouleau mittels eines Mechanismus beliebig auf- und zusammenziehen, öffnen und schließen oder auf eine Walze auf⸗ und abwickeln lassen. Sie dienen entweder als Schattenspender an Fenstern von Wohnungen und bei Gewächshäusern oder zum Verschluß von Schaufenstern an Verkaufsläden. Die Zugjalousien an Wohnungsfenstern be— stehen aus einer Anzahl loser dünner Brettchen von 3—4 mm Stärke und 60—70 mm Breite, welche auf an Längsgurten oder Ketten befestigten Quergurten aufruhen, an beiden ausgeschnittenen Enden in Drahtführungen gehen und mittels einer Schnur sich beliebig aufziehen und herabgleiten lassen. Mittels einer andern Doppelschnur lassen sich die Brettchen in beliebig schräge Lage bringen, beziehungsweise ganz aneinander legen, indem man den hintern Gurt weniger oder mehr in die Höhe zieht. Bei völligem Aufziehen legen sich diese Holzjalousien hinter eine, am Sturz des Fensters angebrachte verzierte blecherne Schutzblende (Fig. 8). Profile von Schattenspendern und Holzrouleaus zeigen Fig. 6 u. 7. Die Rolljalousien (auch Rollläden) bestehen aus schmalen, auf Leinwandgurte oder Drell aufgeleimten oder an Stahlbändern oder Stahlplättchen befestigten Stäben (Fig. 2 u. 3), die sich entweder vollständig überdecken oder einen geringen Zwischenraum zwischen sich lassen oder schlitzartig durchbrochen sind, sodaß bei ganz geschlossener offnung noch etwas Licht einfallen kann, und welche sich mittels eines laßen. Auch auf einer Rolle oder Welle aufwickeln lassen. Auch können sie nach Art von Marquisen schräg gestellt werden. Zum sichern Verschluß von Läden verwendet man Rolljalousien von Udbech (in (Panzerjalousien) oder von Stahlwellblech (Fig. 4,5, 9—13). Die Rollladenwalze, auf welche sich die J. aufwickelt, kann in verschiedener Weise, je nach dem vorhandenen Platze angebracht werden; gewöhnlich befindet sich dieselbe über der offnung in einem Holzkasten unterhalb der Deckenbalken oder Eisenträger (Fig. 9). Bei vorhandenen Oberlichten oder bei Ladenthüren wird dieselbe inmitten der Offnung angebracht (Fig. 10). Bisweilen befindet sie sich aber auch unterhalb der offnung in der Brüstung(Fig. 11). ! Letztere Anordnung bietet den Vorteil, daß man Rolljalousien auch bei geringer Höhe anbringen und r einen Teil des Schaufensters offen lassen und als t Oberlicht benutzen kann. — Eine andere Art von Rolljalousien ist die mit seitlicher, horizontaler Bewegung, bei der die Rolle vertikal ste— hend hinter einem der Gewände sich befindet. Die Bewegung der Rollläden erfolgt je nach der Größe und Schwere mittels Hand durch Riemen, durch Ketten oder durch Zahnräder mit Transmission (Fig. 12 u. 13) oder auch durch Federkraft. Welche Art der bewegenden Kraft die geeignetste, hängt außerdem öð von lokalen Ver⸗ Fig. 12.