FeedJamnitz (slaw. Jemnice)
ErdkundeBrockhaus 1882

Jamnitz (slaw. Jemnice), Stadt in der Bezirkshaüptmannschaft Datschitz in Mähren, am Schelletauerbach, der zur Thaya geht, in flacher und durch ihre Fruchtbarkeit bekannter Gegend, ist Sitz eines Bezirksgerichts und zählt (1880) mit dem Schloßgrunde (Podoli) 2710 E., zumeist slaw. Zunge. — J. ist eine der altesten Sädte Mährens, war unter den Piemisliden Hauptort einer Provinz, die an Glieder der Familie verliehen wurde, und enthält noch interessante Baureste aus der alten Zeit. Die Stadtkirche wurde am Schlusse des 14. Jahrh. erbaut. An der Stelle des alten Schlosses steht ein im modernen Stile gebautes, dem Marquis Pallavicini gehörig, mit ausgedehnten und gut gepflegten Gartenanlagen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 793Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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