FeedJarmeritz (slaw. Jaromékice)
ErdkundeBrockhaus 1882

Jarmeritz (slaw. Jaromékice), Stadt im Gerichtsbezirke Budwitz der Bezirkshauptmannschaft Znaim in Mähren, Station der Linie Wien-Tetschen-Mittelgrund der Ssterreichischen Nordwestbahn, mit (1880) 2331 E. deutscher Zunge, deren Erwerb vornehmlich im Ackerbau besteht. J. war der Hauptsitz einer der größten Domänen des Landes, die infolge der böhm. Rebellion vom Kaiser Ferdinand II. eingezogen und 1624 an die Herren, später Grafen von Questenberg verkauft wurde. Diesen dankt das Schloßgebäude mit seinen weitläufigen Gartenanlagen, sowie die im ital. Stile gebaute und mit schönen Fresken gezierte Pfarrkirche ihr Entstehen. Von den Questenbergs ging die Herrschaft J. an die Grafen Kaunitz-Rietberg über.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 814Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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