FeedJephtha
HeilkundeBrockhaus 1882

Jephtha, nach der hebr. Tradition einer der sog. Richter in Israel, ein natürkicher Sohn Gileads, wurde von seinen Halbbrüdern aus dem väterlichen Hause vertrieben und wendete sich nach dem Lande Tob, jenseit des Jordan, wo er bald als Anführer seiner Freibeuterschar sich großen Ruf erwarb. Daher riefen ihn seine Landsleute, die Gileaditer, als sie von den benachbarten Ammonitern bekriegt wurden, zu Hilfe und stellten ihn an die Spitze ihres Heers. Che er jedoch zu Felde zog, that er das Gelübde, wenn Jahve ihm den Sieg verleihe, ihm das zu opfern, was ihm bei seiner Heimkehr zuerst begegnen würde. Dies war aber seine einzige Tochter, die er getreu seinem Worte zum Opfer darbrachte. Nachdem er Israel von äußern Feinden befreit, richtete er über dasselbe sechs Jahre lang. Die Meuchene stammt aus sehr alter Zeit, in welcher Menschenopfer bei den Israeliten noch nichts epifan, Kreisstadt im russ. Gouvernement Tula, am linken Ufer des Don, 94 km südöstlich von Tula, mit (1882) 4697 E., hat Talg⸗ und Wachsschmelzereien und unbedeutenden Handel. Jequirity-ophthalmie ist eine eigentümliche Augenentzündung, welche entsteht, wenn die Augenlider an ihrer Innen⸗ oder Außenfläche mit dem Körneraufguß von Abrus precatorius (Jequirity) benetzt werden. Sie betrifft hauptsächlich die Bindehaut der Lider und des Augapfels und ähnelt am meisten der kruppösen Bindehautentzündung. In neuester Zeit ruft man diese Krankheit absichtlich hervor, um mittelst derselben veraltete Fälle von Agyptischer Augenkrankheit zur Verheilung zu bringen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 834Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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