Jerobeam J., nach gewöhnlicher Zeitrechnung 975—954 v. Chr., war der Sohn Nebaths aus dem Stamme Ephraim und wurde noch bei Lebzeiten Salomos, in dessen Diensten er stand, von dem an der Spitze der Mißvergnügten stehenden Propheten Ahia als künftiger Beherrscher der 10 Stämme bezeichnet, mußte aber deshalb nach Agypten fliehen. Als indes nach Salomos Tode der alte Widerwille der Ephraimiter gegen die Vormacht von Juda und die Davidsche Dynastie durch die Unklugheit Königett Rehabeams zum offenen Aufstand gereizt ward und die meisten übrigen Stämme zum Abfall mit fortriß, wurde J. zum König des Reichs Israelv (oder Ephraim) gewählt. J. befestigte Sichem und Pnuel und wählte ersteres zu seiner Residenz, die er jedoch später nach Thirza verlegte. Die Lostrennung der größern Reichshälfte von dem Reiche Juda ist natürlich von der spätern theokratischen Geschichtschrei— bung als eine arge Frevelthat, die Errichtung von Stierbildern Jahves zu Dan und Bethel als eine Verunreinigung der wahren Religion durch heidnisches Wesen aufgefaßt und verurteilt worden.