Absfälom (hebr. Abschalom, d. i. Vater des Friedens)/ Davids dritter Sohn, von ausgezeichneter körperlicher Schönheit, ließ seinen zum Thronfolger ernannten Halbbruder Amnon, der A.s rechte Schwester Thamar entehrt hatte, meuchlings umbringen und floh vor der Rache Davids zu seinem mütterlichen Großvater, dem Könige Talmai von Geschur in Syrien, wo er sich drei Jahre lang aufhielt, bis ihm Joab die Erlaubnis zur. Rückkehr auswirkte, welcher jedoch erst später die völlige Aussöhnung mit dem Könige folgte. Nach Jerusalem zurückgekehrt, wußte er sich durch Agitationen aller Art die Liebe des Volks in hohem Grade zu gewinnen, und erregte bald von Hebron aus, indem er die alte Stammeseifersucht Judas benutzte, einen förmlichen Aufstand gegen seinen Vater, der mit wenigen Getreuen Jerusalem verlassen mußte und sich ber den Jordan nach dem festen Mahanaim zurückzog. A. nahm sogleich von der Hauptstadt Besitz, entweihte den zurückgelassenen Harem seines Vaters und rückte mit einem starken Heere gegen den König vor. Im Walde bei Ephraim (Ephron) kam es zum Treffen. A. ward vollig geschlagen und kam auf der Flucht um, indem er, unter einer Terebinthe (biblisch Eiche) wegreitend, mit dem Haupte in den Asten hängen blieb und von Joab, Davids Feldherrn, gegen des Königs ausdrücklichen Befehl durchstochen ward. David beklagte den Verlust des Sohnes tief. Das angebliche Denkmal A.s im Josaphatthale bei Jerusalem ist unecht. Absatz nennt man die durch den Handel vermittelte Uberführung der für den Markt produzierten Güter in die Konsumtion. Je mehr die Arbeitsteilung (s. d.) sich entwickelt, um so weniger produziert die einzelne Wirtschaft das, was sie unmittelbar selbst braucht und verzehrt, und um so auss en Produl sieht sie sich darauf angewiesen, ihre eigenen Produkte lediglich als Mittel zum Eintausch ihrer Konsumtionsgegenstände zu verwenden. Daher die stets steigende Bedeutung der Handelsvermittelung bei der Zunahme der arbeitsteiligen Massenproduktion. Durch die Ausdehnung des Verkehrsgebiets und die Vervielfältigung der wirtschaftlichen Beziehungen werden einerseits die Absatzgelegenheiten vermehrt, andererseits aber wird dadurch für die einzelnen Produzenten die richtige Schätzung der vorhandenen Konsumtionsfähigkeit immer schwieriger, zumal die Größe derselben nicht nach den natürlichen Bedürfnissen der Konsumenten, sondern nach der (bei der Mehrzahl sehr beschränkten) ökonomischen Gegenleistungsfähigkeit derselben zu bemessen ist. Daher werden haufig mehr Güter produziert, als Absatz finden können, und es tritt dann eine Absatzstockung oder Abatzkrisis ein. Nach der abstrakten Theorie der bsatzwege (débouchés), wie sie zuerst von J. B. Say entwickelt wurde, wäre allerdings eine allgemeine, alle Arten der Güter treffende Absatzstockung nicht möglich. Jedenfalls sind solche Stockungen im allgemeinen nur von kurzer Dauer; die Besserung tritt, wenn auch nicht ohne empfindliche Reibungen, durch eine natürliche Reaktion ein, welche die einzelnen Zweige der Produktion der Konsumtionsfähigkeit besser anpaßt und zugleich auf die weitere Entwickelung der letztern hinwirkt. Auch behält im großen und ganzen der Satz seine Richtigkeit, daß die allgemeine Steigerung der Produktion auch den A. der Produkte befördert, indem jedes Erzeugnis dann um so leichter seinen Gegenwert findet. Es Saan daraus für die innere Volkswirtschaft die Solidarität aller Produktionszweige, wie auch die von Kapital und Arbeit; ferner die Unzweckmäßigkeit künstlicher Produktionsbeschränkungen und Verkehrshemmungen. In Betreff des auswärtigen Handels aber ergibt sich, daß der A. inländischer Produkte abhängig 1 von der Aufnahme ausländischer Waren, daß also im all-Watem eine Beschränkung der Einfuhr fremder Baren auch auf den Ausfuhrhandel nachteilig einwirken wird. Daß übrigens der letztere nicht nur die Absatzgelegenheiten für die einheimische Produktion vermehrt, sondern auch die Absatzstockungen des Auslandes dem Inlande mehr oder weniger fühlbar macht, ist einleuchtend. — Über die sog. beschränkten Absatzverhältnisse s. Rente.