Jerichow, Stadt in der preuß. Provinz Sachsen, Regierungsbezirk Magdeburg, Kreis Jerichow II, 3 km von der westl. Elbseite, 10 km südlich von Schönhausen, ist Sitz eines Amtsgerichts und zählt (4880) 1841 CE., welche fast ausschließlich Ackerbau und Viehzucht treiben. Die Stadt ist wend. Ursprungs. — Der Burg J. geschieht urkundlich zuerst 937 Erwähnung; 1144 wurde in J. ein Prämonstratenser⸗, nachheriges Cisterciensermönchskloster gestiftet, deren Kirche im roman. Baustil durch Friedrich Wilhelm IV. renoviert wurde. Der Kreis Jerichow J zählt auf 1381 qkm (1880 69039 meist prot. E.; Kreisstadt ist Burg. — Der Kreis Jerichow IUUhat 1379 qkm mit 54697 meist prot. E. und hat zur Hauptstadt Genthin.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 836Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei