Juan, s. Don Juan und Johann von Osterreich. [Fuca-Straße. nan-de-Fuca-Straße, s. San-Juan-denan di Dio, s. Gott (Johann von). uan Fernandez ist der Name für eine aus zwei größern Haupt⸗ und mehrern Nebeninseln bestehende, etwa 7 Längengrade im Westen der Küste von Chile und in der Breite von Valparaiso in 33* 387 südl. Br. und etwa 79—81 westl. L. von Greenwich einsam im Großen Ocean gelegene Inselgruppe, welche zu Chile gehört und als ein Departement der Provinz Valparaiso betrachtet wird. Die beiden Hauptinseln sind J. oder Mas a Tierra (95 akm) und Mas a Fuera (85 gkm). Unter den übrigen Eilanden der Gruppe ist Sta.⸗Clara oder Goat-Island (59 qkm) im SW. von J. die umfangreichste. Die Hauptinseln sind gebirgig (der Runque auf J. 983 m hoch, Mas-a-Fuera hat 1840 m Höhe) und haben ein sehr angenehmes und gesundes Klima. Die Hauptinsel, stark bewaldet mit Waldbäumen zu Brennholz und wilden Obstbäumen, 565 kmevon Valparaiso entfernt, besitzt an der Nordostküste einen guten Hafen (San Juan Bautista oder Cumberland-Bay). Im 16. und 17. Jahrh. war sie ein beliebter Zufluchtsort für Bou1caniers. Gegenwärtig wird sie vielfach als Wasser3station von den Schiffen benutzt und ist von der Republik Chile seit 1877 verpachtet an A. von Rodt. Von dem Kapitän Harding des Schiffs Cinque 1Ports ließ sich 1704 ein schott. Seemann Alexander Selkirk, mit Kleidung, Wassen u. s. w. versehen, & auf J. aussetzen, wo derselbe einsam bis 1709 lebte. 0 Die Geschichte dieses Mannes, die 1729 zu Edinburgh erschien, soll Defoe einen Teil des Stoffs zum Robinson (f. d.) gegeben haben. ¶ Jnuarez (Benito), 1861—72 Präsident der mexik. Republik, geb. 21. März 1806 im Dorfe San-Pablo l Guetatao im Staate Oaxaca als Sohn armer indian. Eltern, welche er früh verlor, entlief nach Oaxaca, wo er in einem wohlhabenden Kaufmanne einen Gönner fand. Später studierte J. hier die 5 Rechte und ließ sich 1834 als Advokat nieder. Schon früh nahm er an der Politik seines Staats regen Anteil und wurde Mitglied der Gesetzgebung, später Sekretär, dann Richter, zuletzt Oberstaatsanwalt des höchsten en den Im J. 1846 trat er in den mexik. Kongreß, den er aber 1847 wieder verließ, weil er in diesem Jahre zum Gouverneur seines Staats gewählt ward. In dieser Stellung, die er bis 1852 bekleidete, bewährte er sein Geschick als Verwaltungsbeamter, sorgte für das Unterrichtswesen, baute Straßen und widmete dem vernachlässigten Bergbau seine besondere Aufmerksamkeit. Er war eben wieder ins Privatleben zurückgetreten, als er durch Santa-Anna, der inzwischen die höchste Gewalt von neuem an sich gerissen, verbannt wurde. J. hielt sich einige Zeit in Havana, dann in Neuorleans auf, kehrte aber, als sich der Indianergeneral Alvarez zu Santa-Annas Sturz erhob, im Frühjahr 1855 nach Mexiko zurück. Hier schloß er sich Alvarez an, der ihn als provisorischer Präsident im Okt. 1855 zum Minister des Auswärtigen, des Kultus und der Justiz ernannte. Als solcher erklärte J. in dem berühmten, nach ihm benannten J.⸗Gesetze alle kirchlichen und militärischen Privilegien für abgeschafft. Als sich Alvarez im Dez. 1855 von der Präsidentschaft zurückzog, legte auch J. seine Amter nieder und wurde wieder Gouverneur von Oaxaca. Im J. 1856 trat er in den Kongreß und hatte in dieser Stellung den Hauptanteil an der Verfassung von 1857. Bei der ersten, auf Grund dieser abgehaltenen Präsidentenwahl siegte Comonfort, während J. zum Präsidenten des höchsten Gerichtshofs erwählt und als solcher zugleich Vizepräsident der Republik wurde. ergriffen, ward J. gemäß der Verfassung sein Nachfolger. Die vereinigte Priester⸗ und Soldatenpartei stand gegen ihn und hatte die Hauptstadt und die bedeutendsten Städte des Landes inne. J. mußte von einem Orte zum andern fliehen, bis er endlich Anfang 1859 seinen Regierungssitz nach Veracruz verlegte, wo er im April von den Vereinigten Staaten als der rechtmäßige Präsident anerkannt wurde. Von hier aus führte er auch den Hauptstreich gegen seine Gegner durch Erlassung der sog. Reformgesetze, welche das ungeheuere Kirchenvermögen für Nationaleigentum erklärten und dessen Verkauf anordneten, sowie religiöse Freiheit und bürgerliche Eheschließung einführten. Es folgte ein Kampf auf Leben und Tod, der 22. Dez. 1860. durch die Niederlage Miramons bei San Miguel-Calpulalpan zu Gunsten J. sich entschied. Dieser hielt bald darauf seinen Einzug in die Hauptstadt und wurde von den europ. Mächten anerkannt, 11. Juni 1861 aber von einer ungeheuern Majoritaät zum Präsidenten gewählt. Zum ersten mal nach jahrelangen Kämpfen schien die Zukunft des Landes gesichert und glückverheißend, als Napoleon III., Entschädigungsfragen zum Vorwande nehmend, Ende 1861 in Mexiko einbrach und schießlich durch franz. Bajonette den Erzherzog Marimilian von Osterreich zum Kaiser von Mexiko machte. (S. Meriko.) Seitdem wütete im Lande ein erbitterter Guerrillakrieg, den die Fremden gegenüber J. unterhielten. Letzterer leistete einen zähen und zum Teil erfolgreichen Widerstand. Unter diesen Umständen weigerte sich J. im Widerspruch mit der Verfassung vom 5. Febr. 1857, die Gewalt dem legalen Vizepräsidenten, General Jesus Gonzalez Ortega, zu übergeben. Solange noch die Franzosen im Lande und Maximilian den Kaiserthron behauptete, strebte die republikanische Nationalpartei nur die Vertreibung der äußern Feinde an und ließ die Frage, ob J. die Exekutivgewalt rechtmäßig innehabe, unerörtert. Als jedoch durch die Hinrichtung des Kaisers Maximilian 19. Juli 1867 in Queretaro, zu welcher I., durch die bestehenden Gesetze gezwungen und durch polit. Rücksichten bestimmt, seine Zustimmung gegeben hatte, die europ. Einmischung beseitigt worden war, machte sich sofort eine ziemlich starke Gegnerschaft bemerkbar, welche bei der im August ausgeschriebenen Zusammenberufung der Wahlkörper den General Porfirio Diaz als Kandidaten aufstellte. Indes siegte J. bei der Präsidentenwahl im Dez. 1867, wenn auch mit weit geringerer Mehrbie als 1861, trat nun die Regierung für die Zeit is 30. Nov. 1871 an und unterdrückte sofort mit le später wiederholt verstärkter ausbrachen. i der Präsidentenvahl von 1871 stellte sich weder für J. noch für seinen Gegenkandidaten Porfirio Diaz eine absolute Mehrheit heraus, sodaß dem Kongreß die Entscheidung zusiel. Dieser wählte J., welcher 16. Sept. für die nächste vierjährige Periode zum Präsidenten ausgerufen wurde. Der Friede wurde 1872wiederhergestellt; J. aber starb bereits 18. Juli 1872 an einem Schlaganfall. sals II., eines Urenlels des Masinissa, stand in dem Kampfe zwischen Cäsar und Pompesus auf der Seite des letztern. Cäsars Legat, Quintus Curio, wurde mit zwei Legionen, die er nach Afrika übergeführt hatte, durch ihn und den Pompejaner Attius Varus 49 v. Chr. vernichtet. Nach der Schlacht bei Pharsalus sammelten sich bei ihm unter Quintus Metellus Scipio die Pompejaner. Mit diesen unterlag er den Waffen Cäsars in der Schlacht bei Thapsus 46, nach deren Verlust er sich selbst tötete. — Sein Sohn, Juba II., wurde in Rom erzogen. Augustus, der ihn mit der jüngern Kleopatra, einer Tochter des Triumvirs Antonius und der Kleopatra von ÄAgypten, verheiratete, gab ihm im J. 30 das väterliche Reich zurück, nahm es ihm zwar 25 wieder, gab ihm aber dafür Mauretanien. Er starb 23 n. Chr. Durch zahlreiche histor., kultur⸗ und kunstgeschichtliche, geogr. und noch andere Schriften erwarb er sich großen Ruf. Die Fragmente derselben hat C. Müller in den Eragmenta historicorum Graecorumo (Bd. 3, Par.