Acker oder Feld nennt man im Gegensatz zur Wiese oder Weide denjenigen landwirtschaftl. en Boden, welcher regelmäßig bearbeitet oder bestellt wird. — A. hieß auch in einigen Ländern Deutschlands vor Einführung des metrischen Systems das übliche Flächenmaß für Ländereien. Im Königreich Sachsen umfaßte der A. 300 Quadratruten (Feldmesserruten) und 300, Iu 55,34 a, 2,17 preuß. Morgen, 0,96 österr. V In Sachsen-Weimar begriff der A. nur 140 Q.⸗R., was einem Flächenraume von 28,50 a, 1,12 preuß. Morgen, 0,50 österr. Joch und 0,51 sächs. A. gleichkommt. In Sachsen-Gotha enthielt der A. zwar ebenfalls 140 Q.⸗R., entsprach aber nur 22,0 a, 0,89 preuß. Morgen, 0,39 österr. Joch und 0,1 sächs. A. In Sachsen-Koburg und Sachsen-Meiningen zer eIder A. in 160 Q.⸗R. und maß 28,9s a, 1,13 preuß. Morgen, 0,50 österr. Joch und 0,51 sächs. A. In den Fürstentümern ½½ burg rechnete Rudolstadt nach A. zu 160 Q.⸗R. ( 32,62 a), Sondershausen 4 in Ca nach A. zu 120 Q.⸗R. ( 18, a). Ein A. in Sachsen-Altenburg hatte 200Q.⸗R. und entsprach 64,43 a, 2,52 preuß. Morgen und 1322 österr. Foch⸗ l Kurhessen war die Einheit des Feldmaßes ebenfalls der A., welcher 150 Q.⸗R. umfaßte und 23,87 a, 0,93 preuß. Morgen, 0,4österr. Joch und 0,43 11.— A. enthielt.