FeedAelst
ErdkundeBrockhaus 1882

Aelst, vläm. Aalst, frz. Alost, Hauptstadt des gleichnamigen Bezirks in der belg. Provinz Ostflandern, wie ehemals von Ssterreichisch⸗ oder Dn Hender aut 27 km südöstlich von Gent, an der Dender, auf welcher an der Delauik Schiffe bis zur Stadt gelangen, und an der Belgischen Staatsbahn Brüssel-Gent, die hier nach Lokeren und Londerzeel abzweigt, zählt (1878) 21399 E. und hat ein got. Rathaus mit schönem Belfried, die großartige, aber nicht vollendete Martinskirche mit einem herrlichen Gemälde von Rubens (der heil. Rochus, Schutzheiliger der Pestkranken) und ein bedeutendes zesuitenkollegium. Außerdem bestehen Ru eine Kunstschule, eine Seidenwebschule, eine Musterwerkstätte für wollene und baumwollene Damast⸗ und feine Batistweberei, berühmte Bleien und Gerbereien und Ol⸗, Linnen⸗, Spitzen⸗, Zwirn⸗, Baumwoll⸗ und andere Fabriken. Ein edeutender Handel wird namentlich mit Hopfen und Getreide betrieben. A. war einst Hauptort einer w1046 gegründeten Grafschaft, welche 1174 an die Grafschaft Flandern fiel. In A. ward 1453 Dirk Maertens geboren, welcher die Buchdruckerei in Belgien einführte und dessen ehernes Standbild von Geefs man 1856 enthüllte. A. wurde 1667 von Turenne erobert, welcher die Uden ben 1 d schleifen ließ. Am 14. Dez. 1813 wurden bei A. die Franzosen von den Zamen zurückgeworfen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 166Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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