After, ein altdeutsches Verhältniswort, welches im Niederländischen in der Form achter erscheint, nach, hinter bedeutet, seit dem 15. und 16. Jahrh. nur noch in Zusammensetzungen mit Hauptwörtern, seltener mit Zeitwörtern (z. B. afterreden), alsch, sch ist, wobei es oft den Nebenbegriff Harlacht schlecht, unecht ausdrückt. So heißt Afterkind ein Kind, welches nach dem Tode des Vaters geboren ist (Posthumus), dann aber auch (figürlich) ein uneheliches Kind; Aftersabbat in Luthers Bibelübersetzung der Tag nach dem Sabbat;
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 199Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei