Akershus, Amt in Norwegen, benannt nach der bei Christiania am Eingange zum Hafen gelegenen Festung gleiches Namens, umfaßt 5184 qkm mit (1876) 116 365 E., breitet sich um die innere Hälfte des Christianiaford aus und hat schön bewaldete Berge, die im Norden nach Hedemarken zu bis 725 m Arnd Thäs und fruchtbare, gut bewässerte Ebenen und Thäler. Hauptbeschäftigung der Bewohner ist Ackerbau, welcher einen bedeutenden Überschuß zur Ausfuhr gewährt und durch die höhere Ackerbauschule zu Aas und die 1 Haushaltungsschule zu Abildsö befördert wird. Außerdem ist die Viehzucht und die Waldwirtschaft wichtig. Die 95 Sägemühlen des Amts beschäftigen (1875) 1548 Arbeiter. Auch der Bergbau . von Bedeutung. Fabrikanlagen sind im Amte A. vielfach vorhanden, besonders in der Nähe von Christiania. Außerdem gewähren Schiffahrt, Fischerei und der Export von Eis einem ansehnlichen Teile der Bevölkerung Verdienst. Den Verkehr befördern die Eisenbahnen von Christiania nach Eidsvold und Kongsvinger, die Landstraßen (1657 km im J. 1875) und der Glommen mit seinem schiffbar gemachten Nebenfluß Vormen. Das Amt erfällt in drei Vogteien Aker und Follo, Nedre-Romerike und Ovre-Romerike und enthält 19 Pfarreien und 42 Kirchspiele. Die Landeshauptstadt Christiania liegt zwar innerhalb des Amtes A., bildet aber administrativ ein sc sich bestehendes Gemeinwesen. Unter den Ortschaften des Amtsbezirks sind die Kaufstadt Dröbak mit 2047 E. (dabei Festung Oscarsborg mit 137 E.) und die drei Ladestellen Hvidsten mit 156, Hölen mit 266 und Son mit 748 E. hervorzuheben. Dieselben liegen an der Ostseite des Christianiafjord und treiben Schiffahrt und Handel. Außerdem ist noch Eidsvold (s. d.) merkwürdig. Bis auf neuere Zeit herab wurde für das C Iin gebnaucht —— die Bezeichnung Akershus-Stift gebraucht. — Die Festung A., schon 1308 in der norweg. Geschichte genannt, wurde von König Hakon VII. (1355—80) und von Christian IV. erweitert, diente in früherer Zeit mehrfach (3. B. der Unionskönigin Margareta) als fürstl. Residenz und 1 schwere Verh ein Arsenal und eine Strafanstalt für schwere Verbrecher.