Arendal, Stadt im Amte Nedenäs des Stiftes Christiansand an der Südostküste Norwegens und der Mündung der Nid-Elv, zählt (1876) 4132 E. und ist teils auf Inseln und Felsenspitzen, teils auf Pfählen unmittelbar über dem Meere höchst underes als Drücken⸗ manche Straßen sind nichts anderes als Brücken zwischen den Häuserreihen. Infolge mehrerer verheerenden Feuer hat jedoch ein roßer Teil der Stadt ein durchaus neues, zum eil großstädtisches Außere gewonnen. Die Stadt, wegen ihrer Lage auch Klein-Venedig genannt, gewährt einen sehr romantischen Anblick. Der durch die vorliegende, bewaldete Insel Tromö geschützte afen ist vortrefflich und begünstigt den im Verältnis zur Größe und Einwohnerzahl der Stadt edeutenden Handel, der (Ende 1877) 393 eigene Fahrzeuge mit einer Tragfähigkeit von 150415 t und einer K*¹ von 4714 Mann beschäftigte. Man führt hauptsächlich Holzwaren aus (1879: 46 039 t), aber auch Eisen, welches in den nahen Gruben gewonnen wird. Daneben wird auch Schiffbau getrieben; unbedeutender sind die Tabakfabriken, Brennereien und Brauereien. Der spätere König Ludwig Philipp hielt sich als Herzog von Orléans bei saner nordischen Reise während der Französischen Revolution hier auf.