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ErdkundeBrockhaus 1882

Hedemarken, Amt im südl. Norwegen, grenzt östlich an Schweden, westlich an Christians-Amt, südwestlich an Agershuus-Amt und nördlich an Söndre-Drontheim und zählt auf 26 316,3 akm (1878) 123 372 E. Es besteht hauptsächlich aus dem Thale des Glommenflusses und dem offenen Lande östlich vom Mjösensee. Unter den übrigen Seen sind die bedeutendsten der Fämund, Stor und Osen. Das Land östlich vom Mjösensee, die eigentliche Provinz H., gehört zu den fruchtbarsten Landstrichen Norwegens, während der bei weitem größte Teil des Amtes, dessen mittlere Höhe 495 m beträgt, gebirgig ist. Im N. hat das Svuku-Fjeld 1760 m, das Sölen-Fjeld 1790 m Höhe. Acker und Wiese bedecken nur etwa 4 Proz. des Areals. Mit Ausnahme des eigentlichen H. ist das Amt reich bewaldet und nimmt an der norweg. Holzausfuhr bedeutenden Anteil. In Nordösterdalen werden zwei Kupferminen, Foldal und Kvikne, ausgebeutet, am Mjösen findet sich Kalkstein und in Osterdalen Schiefer. Außer von 2263 Em Chausseen wird H. durchzogen von den Eisenbahnen: Kristiania-Kongsvinger (mit Roopamg nach Schweden) und Hamar-Elverum⸗ 5. S080 Das Amt zerfällt in die fünf Vogteien H., Solör, Vinger⸗ und Odalen, Nord- und Söndreösterdalen und hat nur zwei Städte: Hamar und Kongsvinger am Glommen mit 941 E.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 1Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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