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Bildende KunstBrockhaus 1882

Akrolithen (grch.) nennt man Werke der Plastik, deren bemalter oder vergoldeter oder auch mit der gebräuchlichen Tempelgewandung bekleideter Rumpf von Holz ist, deren Extremitäten dagegen, das aus der Gewandung hervorschauende Nackte, Kopf, Arme und Füße von Stein sind. Diese Technik hat sich, gleich der sog. Chryselephantinen Technik, welche Statuen aus Gold und Elfenbein über ein Holzgerüste bildete, aus der Holzschnitzerei mit Bemalung und Vergoldung entwickelt und 1 auch, wohl ihrer größern Billigkeit halber, neben dieser erhalten.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 297Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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