Akrolein, Akröl, Aldehyd des Allylalkohols von der Zusammensetzung CeHI. O oder C&H-COH, steht in 1—V 4 Relation zum Allylalkohol wie der gewöhnliche Aldehyd zum Athylalkohol und geht aus dem Allylalkohol C,HeO devor, indem demselben 2 Atome Wasserstoff durch Orydation entzogen werden; . leitet es sich vom Glycerin C3 HsOs ab, indem aus diesem 2 Hydroxyl2 Noler und 2 Wasserstoffatome in Form von 2 Molekülen Wasser ausgeschieden werden. Zu seiner Darstellung erhitzt man am besten 1 Teil Glycerin mit 2 Teilen saurem schwefelsauren Natron in einem luftdicht Wezend ene Destillationsapparat, an den dicht schließend eine mit einem ins Freie führenden Abzugsrohr versehene Vorlage gefügt ist, um die furchtbar riechenden, Nase und Augen auf das heftigste reizenden Dämpfe abzuleiten. 0 die Vorlage bringt man vor Beginn der Destillation etwas Bleioxyd, zur Bindung von Säure, Was Chlorcalcium und rektifiziert das Destillat im Wa serbade unmittelbar aus der Vorlage, in welcher es esammelt wurde. Das A. ist eine wasserhelle, stark ichtbrechende Flüssigkeit von scharfem Geschmack und schärfstem Geruch, siedet hei 52,4˙C. brennt mit leuchtender Flamme, schwimmt auf Wasser, löslich in 2—3 Teilen Wasser, mit Alkohol und Ather in allen Msblaßen vo mischbar. Der widerwärtige, beim Ausblasen von Talgkerzen, wie beim Erhitzen von Fetten wahrnehmbare Geruch ist auf Bildung von A. aus dem im Fett enthaltenen Glycerin Berbmmbungen A. geht eine große Anzahl von erbindungen ein, die jedoch nur streng wissenschaftliches Interesse darbieten.