Alarm heißt das plötzliche, außergewöhnliche Versammeln der Truppen unter die Waffen, auf im voraus bezeichnete Plätze (Alarmplätze), wozu das Zeichen durch Trommel, Horn und Trompete oder durch Signalschüsse erfolgt. In den Friedensgarnisonen wird das Alarmsignal iich auch, um die und Aufruhr gegeben, gelegentlich auch, um ie Truppen im raschen Sammeln zu üben; im Kriege bei unerwarteten Angriffen des Feindes. Um die dem Feinde zunächststehenden Truppen gegen solche Überraschungen zu Ouachts werden in den Kantonnierungen, vorzüglich nachts, größere Gebäude mit Truppenabteilungen belegt, die sich dort in Bereitschaft halten, um jedem Angriffe sogleich entgegenzutreten. Solche Gebäude, die b noch verteidigungsfähig gemacht sind, heien Alarmhäuser. Von Alarmierung insbesondere spricht man, wenn von zwei sich feindlich gegenüberstehenden Truppenabteilungen die eine die Vorposten der andern mit Übermacht angreift und zurückdrängt, um dadurch die Hauptmassen zu zwingen, sich gefechtsbereit zu machen. Zweck hierbei it eunruhigung und Ermüdung des Feindes, Sichermachung desselben durch häufige, ohne Nachdruck geführte Angriffe oder 22 Rekognoscierung der Stärke und Stellung der feindlichen Hauptmacht. Das Charakteristische einer Alarmierung bleibt, daß der Angreifende bemüht ist, jedes ernstliche Engagement zu vermeiden, sodaß er das Geecht ohne wesentlichen Verlust abbrechen kann. Die larmierung der eigenen pen den im Felde geschieht, wenn die Vortruppen dem Angriffe des Feindes weichen müssen, durch verabredete Zeichen, z. B. Schüsse aus dazu aufgestellten Alarmkanonen, Alarmstangen, Fanale, Telegraphen u. s. w.