Alcestis oder Alceste (grch. Alkestis), in der griech. Sage Tochter des Königs von Jolkos, Pelias (. d. und der Anaxibia, nach Homer die schönste unter ihren Schwestern, wurde mit Admet (s. d.), König von Pherä in Thessalien, vermählt. Sie opferte 90 freiwillig für ihren Gatten, dem auf Bitten es Apollo von den Mören (s. Parzen) längeres Leben versprochen war, wenn jemand in seiner Todesstunde sich für ihn hingeben würde. A. wurde aber in der Unterwelt nicht zurückbehalten, sondern Persephone sandte sie wieder zurück, oder Herakles kämpfte sie dem Hades wieder ab. Euripides hat in dem Drama «Alcestis o ihre Aufopferung und ihre Befreiung aus der Unterwelt durch Herakles, der sie bei ihm dem Todesgotte, Thanatos, abkämpft, geschildert. Auch sind Darstellungen der Sage auf Wandgemälden und Sarkophagen erhalten. — A. ist auch der Name des 124. Asteroiden. (S. Planeten.)