Aler (Paul), Jesuit und Schulmann, geb. 9. Nov. 1656 zu St. Veit im Luxemburgischen, trat in den Jesuitenorden, lehrte einige Zeit in Köln Philosophie, Theologie und Humaniora, war dann Professor der Theologie 1701 an der Universität zu Trier, wurde 1703 Regens am kölner Gymnasium und 1713 Regens der Gymnasien zu Aachen, Münster, Trier und Jülich. Er starb 2. Mai 1727 zu Düren. Großes Interesse wandte A. den dramatischen Aufführungen des Gymnasiums zu, für die er ein Theater einrichtete und einige lat. und deutsche Tragödien schrieb. Am bekanntesten unter seinen Schriften theol., philos., sprachlichen und poetischen Inhalts ist der Gradus ad Parnassumv, welcher sehr oft gedruckt wurde — Köln 1702), neu bearbeitet (von Sintenis, 2 Tle., 292111345 180⁴4; von Friedemann, 4. Aufl., 2 Tle., Lpz. 1842; von Koch, 8. Aufl., 2 Tle., Lpz. 1879) und jetzt noch auf vielen Gymnasien in Gebrauch ist.