FeedAlpencompagnien
AllerleiBrockhaus 1882

Alpencompagnien heißt eine besondere Gattung ital. Distriktstruppen, welche zur beständigen Bewachung der Alpenthäler und zur Verteidigung der Alpengrenze bestimmt sind. Es gibt 24 aktive Compagnien und 24 Compagnien der Mobilmiliz, welche sich aus den Militärpflichtigen der Alpendistrikte ergänzen. Im Frieden sind die 24 aktiven Compagnien beständig unter Waffen und in Bezug auf die Verwaltung selbständig; sie stehen im Winter in den ihnen zur Verteidigung zugewiesenen Thälern und sind während der Sommermonate im Hochgebirge. In Rücksicht auf Ausbildung und taktisches Zusammenwirken sind die A. in 7 aktive und 7 Mobilmiliz-Bataillone zusammengestellt. Stärke der Compagnie im Frieden 4 Offiziere und 100 Mann, im Kriege 5 Offi-Atte ein Arzt und 250 Mann. Bewaffnung: etterli-Einzellader, Säbelbajonett. Uniform: blauer Rock, aschgraue Hose, kurzer dunkelblauer Radmantel, schwarzer Filzhut mit Rabenfeder, Schnürschuhe mit Leinwandgamaschen. Ein Teil dieser Truppen, die +* an der franz. Grenze stehen, ist zur Besetzung der Alpen-Sperrforts bestimmt. der Familie der Primelgewächse (PPrimulaceae), in manchen Gegenden auch Troddelblume genannt, enthält zierliche Alpenkräuter mit kurzem, ausdauerndem Wurzelstocke und grundständigen, langgestielten, dicken, herznierenförmigen bis rundlichen, ganzrandigen Blättern, zwischen denen sich ein-bis mehrblütige Blütenschäfte einzeln oder zu mehrern erheben. Die meist blauen, violetten oder rosafarbenen, nickenden Blüten besitzen einen fünfteiligen Kelch mit lanzettlichen Abschnitten, eine trichterig-glockige Krone mit wimperartig zerschlitzten ate Standee und dem Schlunde der Krone eingefügte Staubgefäße mit kurzen Staubfäden und herzförmig-länglichen, zugespitzten Staubkölbchen. Die Kapsel springt mittels eines durch den Griffel lang geschnäbelten Deckels auf. Von den wenigen die Alpen bewohnenden Arten ist S. alpina L. eine der häufigsten. Für die Kultur verlangen die A. einen mit guter Erde gemengten Heideboden auf lockerm, kiesigem oder ber em Untergrunde, im übrigen die Behandlung der Alpenpflanzen (s. d.) überhaupt. (S. Tafel: Alpenpflanzen Fig. 13.)

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 473Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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