Amara, s. Bittermittel. Pflanzenfamilie aus der Gruppe der Di otyledonen, den Nelkengewächsen und Melden nahe verwandt, von erstern leicht durch das einfache Perion unterscheidbar, von letztern dadurch, daß das erigon meist trockenhäutig und öfter gefärbt, bei den Meldengewächsen dagegen in der Regel krautig und grün ist. Die Familie enthält meist Kräuter und Halbsträucher mit gegen-oder wechselständigen, krautigen, fleischigen oder lederigen, ein zeben und meist auch ganzrandigen Blättern ohne Nebenblätter. Die kleinen Blüten sind völlig oder fast regelmäßig, zwitterig oder durch Verkümmerung des einen Gef chlechts einhäusig-vielehig oder selten auch zweihäusig; sie stehen selten einzeln in den Blattachseln, meist in einfachen oder rispigen Scheinähren, in Knäueln, Köpfchen u. s. w. in den Achseln hochblattartiger, häufig durchscheinender Deckblättchen. Das meist drei-bis fünfblätterige, am Grunde bisweilen verwachsene, kelch-oder häufiger blumenkronenartige Perigon ist sehr häufig trockenhäutig, durchscheinend bis durchsi tig und lange unverwelklich. Die ein bis fünf Staubgefäße stehen den Perigonblättchen gegenüber, ihre Staubfäden sind gewöhnlich unter sich röhren⸗ oder becherförmig mehr oder weniger scher verwachsen und zeigen dann in den Buchten zwischen sich oft eigentümlich gestaltete Anhängsel. Der oberständige, einfächerige Fruchtknoten besitzt in der Regel nur eine einzige grundständige Samenknospe (selten zwei bis zahlreiche: so die Gattung Celosia), trägt wei bis drei mein s. oder Narben und entwickelt sch zu einer meist schlauchartigen Frucht, deren nicht oder selten aufspringende, Nmöe Schale gewöhnlich noch vom bleibenden Perigon bedeckt wird. Die Samen enthalten ein reichliches, mehliges Eiweiß und einen Kripnling. oder auch völlig ringförmig gekrümmten Keimling. Die Familie enthält etwa 480 Arten und ist mit Ausschluß der kalten Regionen über die ganze Erde verbreitet. Die bemerkenswertesten Gattungen sind: Celos ia (Hahnenkamm), Amarantus (Fuchsschwanz, Amarant) und Gomphrena (Kugelamarant). (S. die betreffenden Artikel.) Amarantenorden. Diesen Orden stiftete die Königin Christine von Schweden 1653 für 15 Ritter und 15 Damen zur Erinnerung an die Zusammenkünfte, welche sie mit ihrem Günstling, dem span. WAnmann Don Pimantelli bei einer Wassermühle Amarante gehabt hatte. Die Mitglieder speisten jeden Sonntag mit der Königin. Wer unverheiratet eintrat, mußte ledig, wer verheiratet war, mußte, wenn der Gatte starb, verwitwet bleiben. Das Zeichen des schon w1656, wo die Königin katholisch wurde, wieder eingegangenen Ordens war ein goldener Lorberkranz, in welchem sich Dlan verschlungene, umgekehrte A befanden und ein blaues Band, auf dem die Ordensdevise: dolce nella memoria, in Gold gestickt war.