FeedAmarapüra
ErdkundeBrockhaus 1882

Amarapüra oder (nach engl. Schreibweise) Ummerapura, d. h. Stadt der Unsterblichen, Burman. Haupt⸗ und Residenzstadt des Reiches irma in Hinterindien, 1783 erbaut und bis 1857 königl. Hoflager, liegt ungefähr 10 Km im NO. der frühern Hauptstadt Ava (s. d.) auf einer gegen S. gerichteten Halbinsel, in dem durch den Zusammenfluß des Jrawaddi und des Mjit-Nge gebildeten Delta. Die eigentliche Stadt bildet ein ben und ane Viereck und ist von einem tiefen Graen und einer hohen, oben krenelierten Mauer umeben, innerhalb welcher sich ein Erdwall mit Bationen befindet. Den Mittelpunkt nimmt die ehemalige Residenz ein, mit dreifacher Umschließung und vier Thoren, von denen aber nur das östliche den öffentlichen Eingang bildet zu dem eigentlichen Palast Mje-Nan. A. hatte um 1800 etwa 175000 E., wurde aber 1839 durch Erdbeben arg verwüstet. 0 de ist es ganz verlassen, da 1857 die Residenz nach dem undesähr 45 km nördlich gelegenen Mandalay (s. d.) verlegt wurde. Im N., 5 km von A., steht das Maha-Mjat-Mamü oder der Arakantempel, ein sehr besuchter Wallfahrtsort, mit dem 1784 als größte Siegestrophäe aus Arakan hierhergebrachten Buddha-Idol.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 520Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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