Amethyst nennt man eine als Schmuckstein vielfach verwendete, schön blau-oder violettgefärbte Varietät des Quarzes (s. d.), welche meist in stenn bis dickfaserigen, in freie Krystallenden ausaufenden Individuen, in Geschieben und derb vorkommt. Der Name ir. vom Griechischen und knüpft sich an den Glauben, daß der A. ein Mittel gegen die Trunkenheit abgebe. Die schön viol⸗ oder Depetralln Farbe, welche ihn fast allein vom ergkrystall unterscheidet, wird wohl nicht, wie man früher glaubte, von einer Spur von Eisen- und Manganoxyd, sondern vielmehr von einer organischen Substanz erteilt, da sie beim Erhitzen des Steins verschwindet. Im Feuer verliert er die Farbe und geht durch Gelb und Grün ins Farblose über. Von dieser merkwürdigen Eigenschaft machen die Steinschneider Gebrauch, sodaß viele der geschliffenen sog. Aquamarine und Topase (s. d.) nichts anderes als entfärbte A. sind. Enthält der A. dünne Blättchen von Eisenglimmer oder nadelförmige Krystalle von andern Mineralsubstanzen, so führt er den Namen Haaramethyst. Man findet ihn auf Gängen in ältern Gebirgen, bisweilen mit Erzen; Eemne auch Drusen in Achatkugeln der Mandelteine bildend. Sehr schöne Rothento kommen zu Oberstein in Birkenfeld, am Rot . auf im Zillerthal, zu Porkura in Siebenbürgen, auf der Insel Ce lon, in Brasilien und an der St. Marys-Bai in Nordamerika vor.