FeedAnasarka (grch.)
HeilkundeBrockhaus 1882

Anasarka (grch.), Hautwassersucht, heißt derjenige krankhafte Zustand, bei welchem sich über einen größern Teil des Körpers wässerige, dem Blutserum ähnliche Flüssigkeit in und unter der Haut ansammelt. an erkennt die Hautwassersucht am schnellsten daran, daß ein etwas tieferer Eindruck mit dem Finger, der bei normaler Haut augenblicklich verschwindet, sich erst sehr langsam wieder ausgleicht. Dabei ist der Körper im ganzen gedunsen, die Außenfläche kälter, die Haut blaß. Am stärksten ist die Ansammlung der Flüssigkeit immer an den abhängigen Stellen, bei der Rückenlage also an der Hinterfläche des Bauches und an den untern Extremitäten. Ist er auf einzelne Teile beschränkt, so heißt derselbe S dem, d. i. Wassergeschwulst. Die Hautwassersucht ist immer nur das Symptom einer Krankheit, besonders gewisser Nierenkrankheiten, organischer Herzfehler, chronischer Lungenleiden und schwerer Kachexien. Die Heilung geschieht, indem die ausgeschiedene Flüssigkeit durch die Lymphgefäße wieder in die Blutmasse aufgenommen und aus dieser durch die Nieren und Schweißdrüsen aus dem Körper entfernt wird. In den meisten Fällen ist die allgemeine Hautwassersucht bei der Unheilbarkeit der veranlassenden Krankheiten ein unheilbarer Zustand. (S. Wassersucht.)

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 606Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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