FeedHerzbeutelwassersucht
HeilkundeBrockhaus 1882

Herzbeutelwassersucht (Hydrops pericardii, Hydropericardium), die krankhafte Ansammlung einer reichlichen, oft bis zu mehrern Pfunden betragenden Menge von klarer seröser Flüssigkeit im nicht entzündeten Herzbeutel, ist durchaus nicht als eine eigenartige selbständige Krankheit zu betrach— ten, sondern tritt nur als Teilerscheinung der allgemeinen Wassersucht (s. d.) im Verlauf von Herz⸗, Lungen⸗ und Nierenkrankheiten auf und führt gewöhnlich zu einer rasch zunehmenden Schwächung der Herzthätigkeit mit hochgradiger Beängstigung, Atemnot und Erstickungsgefühl. Die Behandlung ist die der allgemeinen Wassersucht; bei eintretender Erstickungsangst empfiehlt sich zur Entleerung der angesammelten Flüssigkeit die Punktion des Herzbeutels mittels des Troikars.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 170Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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