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Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Andrienx (Francois Guillaume Jean Stanislas), franz. Lustspiekdichter, geb. 6. Mai 1759 zu Straßburg i. C., war beim Ausbruch der Revolution Advokat, trat 1798 als Deputierter des Seinedepartements in den Rat der Fünfhundert, wurde nach dem 18. Brumaire Tribun, 1800 Sekretär und bald nachher Präsident des Tribunats. Bonaparte, dessen Planen er feindlich war, wußte ihn 1802 von seinen Stellen zu 1.½ Seitdem wendete sich A. ganz der Wissenschaft und der Litteratur zu und wirkte seit 1804 als Professor an der Polytechnischen Schule, nach der Restauration als Professor am Collége de France. Seine Aufnahme in die Akademie erfolgte 1816. Er starb 9. Mai 1833. A. hat eine ziemliche 3 Benn dramatischer Stücke geschrieben. Besondern Beifalls erfreuten sich die Lustspiele Les étourdiso (1787), Molière avec ses amis, ou 1e souper d'Auteuil (18040, Le vieux fato (1810), La comédiennep (1816) und die 1830 aufgeführte Tragödie Junius Brutusv, sowie die poetische Erählung Le meunier de Sans-Soucio Hetihz Seine erke erschienen zuletzt 1862, seine ästhetischen Vorlesungen unter dem Titel „La philosophie des belles-lettreso in vier Bänden 1828.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 631Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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