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HeilkundeBrockhaus 1882

Anti. . ., auch Ant ... (von der griech. Präposition ri, d. i. gegen, wider, gegenüber, entgegen, vor), eine Partikel, die häufig in zusammengesehten Fremdwörtern angewendet wird, welche teils lateinischen und romanischen, teils griech. Ursprungs sind. Im erstern Falle entspricht sie dem deutschen vor, voraus, z. B. Antichambre (Vorzimmer), Anticipation (Vorausnahme) u. s. w.; im letztern Falle wird sie in der Sprache der Wiscbepper zur Bildung von Worten gebraucht, um schleppende Umschreibungen zu vermeiden. Die Komposita mit A. sind dann teils geogr. Namen, welche einen gegenüber oder entgegengesetzt liegenden Punkt bezeichnen, z. B. Antiparos, gegenüberliegend der Insel Paros, Libanon und Antilibanon, Taurus und Antitaurus, Arktisch und Antarktisch u. s. w.; teils in der Medizin Benennungen von Arzneien, welche einer Krankheit entgegenwirken, z. B. Antemetika, Antli)epileptika, Antihydropika, Antipharmaka, d. i. Mittel, welche gegen Brechreize, Kehin Epilepsie, gegen Wassersucht, gegen Gifte wirksam sind; teils auf dem Gebiete der Kirche, der Philosophie und der Politik Bezeichnungen der entgegengesetzten Meinung, des Gegners oder der Gegenpartei, z. B. Antikritik, Antichrist, Antihobbes, Antimacchiavell, Antitrinitarier, Antinomisten, Antibaptisten, Antimonarchisten, Antisemiten u. s. w.; teils in der Grammatik, Metrik und Derhan Namen von Formen, welche im .J. Anlipt erhältnisse zu einer andern stehen, 3. B. Antiptosis, Antibacchins, Antispastus, Antilepsis, Antiklimax, Antimetabole u. s. w.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 711Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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