Antiaris, eine von Leschenault benannte Baumgattung aus der Arten di der Nesselgewächse oder Urticaceen. Die Arten dieser Gattung, welche alle in Ostindien und dem Malaiischen Archipel zu Hause sind, haben einfache Blätter, kleine, dicht heum mengedrängte, von einer becherförmigen Hülle umgebene und mit vierblätterigem Kelch begabte Blüten, eine saftige Scheinfrucht, welche durch die nach der Blütezeit sich vergrößernde und die kleinen Früchtchen umschließende Blütenhülle gebildet wird. Alle Arten sind giftig, besonders aber A. toxicaria, der berühmte Giftbaum von Java, von welchem lange Zeit die ur wurde, daß er durch seine Ausdünstung die Luft weit und breit um sich her vergifte und Menschen und Tiere töte, die sich ihm nahten. Das unter dem Namen Boon-Upas bekannte Gift dieses Baums ist in dessen Milchsaft enthalten. (S. Upas.) Aus dem Milchsaft erhält man durch in Lardlosen mit Weingeist das Antiarin, das in farblosen füunhe⸗ Hirt it Blättchen krystallisiert und ein sehr starkes Gift ist. A. Ben. nettii Scem. auf den Viti-Inseln enthält in ihren Früchten eine prachtvolle karmesinrote Farbe und in der Rinde Bastfasern, welche zu Zeugen verarbeitet werden. Aus dem Baste von A. saccadora Lindl. und A. zeylonica Seem. werden in Ostindien und auf Ceylon Säcke 9 Palin