A. P. (auch A. pr.), Abkürzung für Anni praesentis, d. i. gegenwärtigen Jahres, aber auch für Anni praeteriti, d. i. vergangenen Jahres und vergangene Jahre, s. unter Anni. Apachen, ein wilder, kriegerischer, etwa 7000 Köpfe zählender nordamerik. Indianerstamm, welcher in Teilen von Texas, Neumerico und Arizona in den Vereinigten Staaten und in Sonora, Chihuahua und Durango in Mexico schweift und in verschiedene Unterabteilungen zerfällt. Die A. sind ein Reitervolk, das von Jagd und Raub lebt und in seiner Unbändigkeit aller höhern Kultur und Civilisation widerstrebt. Die Weißen machten zwar wiederholte Versuche, die A. zu unterwerfen, doch scheiterten dieselben bis auf die Gegenwart herab. Während die mexican. Regierung ihren Heimsuchungen noch nicht steuern konnte, ist es der Regierung der Vereinigten Staaten in neuester Zeit gelungen, die A. auf Reservationen anzusiedeln, welche unter dem Indianersuperintendenten von Neumerico stehen. Auf Grund ihrer Sprache gehören die A. (nach den Untersuchungen Buschmanns) wie die benachbarten Navajoes dem südlichsten Hauptaste der Iean athapaskischen Sprach⸗ und Völkerfamiie an. Vgl. Buschmann, „Das Apache als eine 1060.00 Sprache erwiesen » (2. Abteil., Berl. Apäfi (Michael I.), Fürst von Siebenbürgen, aus einem alten, aber wenig angesehenen Geschlechte, geb. 1632, begleitete den Fürsten Georg II. Rakoczy 1656 auf dem Feldzuge nach Polen und wurde bei dem Einbruche des Tatarenchans Mohammed-Girai gefangen fortgeschleppt. Nach seiner Loskaufung lebte er auf seinem Erbgute Ebesfalva, als er auf Betrieb des Daße Ali wider Willen 14. Sept. 1661 zu Maros-Väsärhely von einigen ungar. Edeln und den sächs. Abgeordneten zum Fürsten Siebenbürgens erwählt wurde. Die Pforte bestätigte ihn im Nov. 1661 in dieser Würde. Unterstützt von türk. Truppen, warf er den mit einem österr. Heere in Siebenbürgen einbrechenden 96 Has Kemeny, seinen Vorgänger, zurück, welcher bei O.5 öllös 23. Jan. 1662 Schlacht und Leben verlor. Zwar elangte er hierdurch in den ruhigen Besitz seiner ürde, allein die abhängige Stellung als Schützling der Pforte sowie der bedeutend erhöhte Tribut an den Sultan bereiteten ihm während seiner Regierung vielfache Verwickelungen und dem Lande viele Nachteile. Er war nicht allein außer Stande, den Erpressungen der türk. Truppen Einhalt zu thun, sondern mußte selbst auch bei dem Feldzuge Köprilis gegen Osterreich auf Befehl des ultans dem türk. Heere folgen. Erst die entscheidende Schlacht bei St. Gotthard 1. Aug. 1664 und der dadurch herbeigeführte Friede von Vasvär (10. Aug.) befreiten das Land von den türk. Besatzungen, ohne jedoch das kostspielige Band der Abhängigkeit von der Pforte zu lösen. Nur durch Bestechung hoher Beamten in Konstantinopel sowie durch Begünstigung der Wesselenyi-Zrinyischen Verschwörung (1667 — 70) in Ungarn konnte A. die Versuche seiner Gegner Zolyomi und Beldi, welche ihm die Regierung entreißen wollten, vereiteln. Statt des unfähigen, energielosen A., der überdies dem Trunke ergeben war, Zeitang sein allmächtiger Kanzler Teleky, der eine Zeitlang mit dem franz. Hofe und mit den ungar. Kurutzen (Aufständischen) ein Bündnis unterhielt. Bei Ausbruch des Kriegs zwischen Leopold I. und den Türken 1683 abermals genötigt, den letztern zu folgen, bewachte er, während der Belagerung Wiens durch Kara-Mustapha, mit seinen Truppen die Donauübergänge bei Raab, durch welchen Dienst er 1684 bei dem Sultan die Bestätigung der Nachfolge seines Sohns erwirkte. Als nach dem Einrücken der Kaiserlichen unter Caraffa Klausenburg, Hermannstadt und Deva deutsche Besatzung erhielten, wurde endlich den d einen Traktat vom 28. Juli 1686 Siebenbürgen der türk. Botmäßigkeit für immer entrissen und unter österr. Schutz gestellt. Bald darauf, nach dem erfolgreichen 3180 bei Harkany (12. Aug. 1687), ward in der zu Baläzsfalva 27. Okt. 1687 abgeschlossenen Transaktion dem Kaiser die militärische Obergewalt im Lande eingeräumt und überhaupt jener Traktat erweitert und festgestellt. Endlich leisteten auch die siebenbürg. Stände auf dem Landtage zu Fogaras, 1. Juli 1688, dem Hause Tene. . als Erbkönigen yvon Ungarn den Eid der Treue. A. starb noch vor Ausgang des sein Land schwer heimsuchenden Kampfes 15. April w1690. Er war ein eifriger Protestant, ein Freund der Wissenschaften und hinterließ eine Selbstbiographie.