Arab-Tabia (d. h. Araberschanze), das östlichste und größte detachierte Fort bei Silistria, auf dem rechten Ufer der Donau, wurde 1853 von den ägypt. Besatzungstruppen Silistrias angelegt und im Juni und Juli 1854 gegen die Russen verteidigt. Später wurde das Fort bedeutend erweitert, sodaß es die eigentliche Festung Silistria vollkommen beherrscht. Die Rumänen hatten A. nach dem Berliner Kongreß 1878 besetzt, als zu dem Dart abgetretenen Dobrudschagebiete ehörig. Darüber entspann sich ein Konflikt mit Rußland, das A. für Bulgarien beanspruchte. Die Rumänen räumten das Fort 21. Febr. 1879, worauf die Großmächte eine besondere Kommission zur à Puntese der Streitfrage über den Besitz dieses Punktes einsetzten, welche zu Gunsten Rumäniens entschied. Rußland nahm diese Entscheidung im Juni 1880 an. racacha oder Arracacha (spr. Arrakatscha), span. oder richtiger indian. Name verschiedener südamerik. Tropengewächse mit eßbaren Knollen, Die Spanier unterscheiden Peruanische A. (A. del l Perü) und Neugranadische A. (A. de Nueva-Granada). Erstere sind die Knollen zweier Sauerkleearten (s. Oxalis), letztere diejenigen zweier Arten einer zu der Familie der Doldengewächse gehörenden Kräutergattung, welcher Bancroft den Namen A. gab. Besonders de Dn ist A. esculenta DO., ö welche um Sta.⸗Fé de Bogota wild wächst und dort, wie in ganz Columbia, allgemein kultiviert wird. Diese Pflanze bringt dicke, fleischige, der Möhre ähnliche Wurzeln hervor, deren aber stets mehrere büschelweise zusammengewachsen sind. t Dieselben werden gebraten oder gekocht gegessen und liefern eine sehr nahrhafte, gesunde und wohlschmeckende Speise. Man hat deshalb in neuerer Zeit die Aracachawurzel als Surrogat für die Kartoffel empfohlen, doch sind die mit importierten Wurzeln gemachten Alklimatisationsversuche bisher mißglückt. Es könnte diese Pflanze auch nur im südlichsten Europa mit Erfolg kultiviert werden, indem sie einer mittlern Jahrestemperatur von mindestens 418 C. bedarf. Sie verlangt außerdem einen tiefgründigen, feuchten, humosen, kräftigen Boden, kann aber auf solchem mehrere Jahre hintereinander ohne irgendeine Düngung gebaut werden, indem sie durch die Verwesung des dichten Blätterbüschels, welcher aus dem Wurzelstocke hervorwächst, dem Boden hinreichend neue Nahrung zuführt. Die Vervielfältigung geschieht in ihrem Vaterlande nicht durch Samen, sondern durch Zerteilung des horizontal abgeschnittenen Wurzelstockhalses, den man durch senkrechte Schnitte in mehrere Stücke teilt, deren jedes mit einer Anzahl von Blattstielblasen versehen sein muß. Diese Stücke verpflanzt man, worauf sie sich bewurzeln. In Samen schießen läßt man die Pflanze niemals. Als A. bezeichnet man fälschlicherweise bisweilen auch die Maniokwurzel. (S. Jatropha.) . Hauptstadt der brasil. Provinz Sergipe (s. d.).