Ismael, in der israel. Sage der Sohn Abrahams, welcher diesem von seiner ägypt. Sklavin Hagar geboren und dann der Ahnherr von 12 Für sten ismaelitischer, d. i. (nord-harabischer, und alse mit den JIsraeliten verwandter Stämme, wie der Hagariter, Nabatäer, Ituräer, geworden sein soll JIsmail, bis zum Pariser Frieden vom 30. Mär 1856 die Hauptfestung der russ. Provinz Bessara bien, darauf die Hauptstadt des von Rußland abgetretenen bessarab. Grenzgebietes von Rumänien, und seit dem Frieden von San-Stefand am 3.März 1878 wieder im Besitze Rußlands, am linken Ufer des Kilia-oder nördl. Donaumündungsarmes, zwischen Reni und Kilia, 60 kKm im Osten von Galacz gelegen, war vor 1790, wo Suworow 22. Dez. die früher starke Festung erstürmte, noch ungleich wichtiger und zählte damals 30000 E. Schon früher, 6. Aug. 1770, hatten es die Russen genommen, und 26. Sept. 1809 geschah dies zum dritten mal. Nachdem der Ort durch den Bukarester Frieden von 1812 an Rußland gekommen, hob er sich wieder, indem er zugleich Hauptstation der russ. Donauflotte wurde. Mit der 1810 von Moldauern, Armeniern, Griechen u. s. w., welche das türk. Gebiet verlassen hatten, nahe unterhalb der Festung neugegründeten und bloß dem Handel und dem Gewerbe gewidmeten Stadt Tutschkow erhielt J. 1830 eine ganz abgesonderte Verwaltung. Die Doppelstadt zählte 1835 erst 16000, 1856 schon 31779 CE. und nahm lebhaften Anteil an der Ausfuhr des Produktenreichtums von Südrußland. Zufolge des Pariser Friedens von 1856 wurden die Festungswerke geschleift, und J.⸗Tutschkow ist seitdem nur noch Handelsplatz mit (1882) 16 329 E., lebhafter Schiffahrt und ansehnlicher Ausfuhr von Getreide, Wolle, Talg und Fellen.