Aladscha-Dagh, Berg in Armenien, auf dem 1878 von der Türkei an Rußland abgetretenen Gebiete, 30 km südöstlich von Kars, geschichtlich merkwürdig durch die Schlacht am A., in welcher 13. bis 15. Okt. 1877 die Russen unter Großfürst Michael den Türken unter Muktar Pascha eine vollber wie Niederlage beibrachten, welche den Fall er wichtigen Festung Kars herbeiführte und den Vormarsch des russ. Heeres bis Erzerum ermöglichte. Das am 25. Juni bei Zewin von Ismail Pascha geschlagene und zum Rückzug bis an die Grenze genötigte russ. Heer unter Loris-Melikow hatte das befestigte Lager von Kürükdara bezogen, während in Ruttar 3 Entfernung davon das türk. Heer unter Muktar Pascha auf steilen Felsplateaux Stellung genommen hatte. Der linke Flügel der Türken stand auf dem Hagni-Berge, das Centrum auf dem A. Nach mehrern vergeblichen Versuchen, die türk. Stellung zu nehmen, entschloß sich der Großfürst Michael, welcher inzwischen die obere Leitung an dieser Stelle übernommen hatte, den rechten Flügel der Türken zu umgehen und die Rnaen a Stellung gleichzeitig in der Front und im ücken anzugreifen, sandte General Lazarew mit einer starken Kolonne 13. Okt. nach Digor und ließ diesen die türk. Reserven bei Schatir-Ogli 14. Okt. angreifen. Der Angriff gelang, und am Abend stand General Lazarew im Rücken der türk. Stellung am A. Am 15. Okt. begann 6½ Uhr Ritt der allgemeine Angriff in der Front, und um ittag war die Position erstürmt. General Loris-Melikow verlegte den Türken, die sich an diesem Tage schlecht geschlagen hatten, mit seiner Reiterei den Rückzug nach Kars, worauf dieselben umzingelt wurden; sieben Paschas mit 7000 Mann kapitulierten, während Muktar Pascha, der sich am 15. in Kars befand, mit acht Bataillonen von da nach dem Soganlü-Dagh abrückte und dort nach Möglichkeit die Versprengten sammelte. (S. Russisch-Türkischer Krieg von 1877—78.