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GeschichteBrockhaus 1882

Argyll (George John Douglas Campbell, achter Herzog von), har 30, April 1823 zu Ardoncaple-Castle in Dumbartonshire, succedierte seinem Vater, dem Herzog John Douglas Edward Henry, 26. April 1847. Als Marquis von Lorne nahm er lebhaften Anteil an den Streitigkeiten in der schott. Kirche, veröffentlichte darüber 1842 eine Flugschrift, «Letter to the Peers from a Peer's sono, und gab später unter dem Titel Presbytery examined (Edinb. 1848) eine kritische und histor. übersicht der schott. hauseschoß ersich seit der Reformation. Im Oberhause schloß er sich der liberalen Partei an. In dem Ende 1852 von Aberdeen gebildeten Ministerium wurde ihm das Amt des unehren (Lord Privy Seal) übertragen, welches er 1855 unter Palmerston mit dem des Generalpostmeisters vertauschte. Im zweiten Ministerium Palmerston, 1859, erhielt er abermals das Große Siegel, vertauschte dasselbe indes 1860 noch einmal mit dem Amte des Generalpostmeisters. Im Ministerium Gladstone (1868—74) war A. Staatssekretär für Indien. Bei der Neubildung des Ministeriums Gladstone im April 1880 übernahm er noch einmal das Amt des Großsiegelbewahrers, das er jedoch im April 1881 infolge von Meinungsdifferenzen mit Gladstone hinsichtlich der irischen Landbill wieder niederlegte. Angesehen als gewandter Redner und tüchtiger Geschäftsmann, hat A. sich auch durch seine litterarischen Leistungen einen geachteten Namen erworben. Von seinen Schriften sind noch zu nennen: „The reign of Lawy (5. Aufl., Lond. 1870), Primeval Manv (1869), History and antiquities of Ionao (1870), White and black; the outcome of a visit to the United Stateso (1879) und The eastern question, from the treaty of Paris 1856, to the treaty ot Berlin 1878; and the second Afghan wary (2 Bde., 1879). Im J. 1851 wurde er von der Universität St.⸗Andrews zum Kanzler, 1854 von der Universität Glasgow zum Rektor und 1861 von der Royal Society in Edinburgh zum Präsidenten erwählt. Aus seiner 1844 mit Lady Elizabeth Gower, Schwester des Herzogs von Sutherland, geschlossenen Ehe hat er eine zahlreiche Familie. Sein ältester Sohn, John George Edward Henry Douglas Sutherland-Campbell, Marquis von Lorne, präsumtiver Erbe des 2. Wirnrd un ward 6. Aug. 1845 geboren, studierte u Orford und wurde, nachdem er eine eise nach Amerika unternommen hatte, die er in dem Werke Atrip to the tropics and home through Americav für Argyllshire gewählt und etwas später von seinem Vater zu dessen Privatsekretär im Indischen Amt ernannt. Am 21. März 1871 vermählte er sich mit der Prinzessin Luise (geb. 18. März 1848), der vierten Tochter der 9oed Dn Victoria von England, und wurde 1878 an Lord Dufferins Stelle zum Generalgouverneur von Canada ernannt. Als Dichter hat er sich versucht in KGuido and Lita, a tale of the Rivierav (1875) und The Psalms literally rendered in verse (1878). — Im J. 1878 ist auch der fünfte Sohn des Herzogs von A., Lord Colin Campbell (geb. 9. März 1853), nach einem mit ungewöhnlichem Talent geführten scaft Argh als Parlamentsmitglied für die Grafschaft Argyll in die polit. Laufbahn eingetreten. ö 3. An Tei der n (grch., d. i. die Silberbeschildeten), ein Teil der macedon. Phalanx, Kerntruppen (Veteranen), durch einen silbernen Schild ausgezeichnet; sie dienten nach Alexanders d. Gr. Tode zuerst dem Eumenes, dann dem Antigonus, der sie auflöste. Kaiser Alexander Severus errichtete eine ähnliche Truppe, deren einer Abteilung er sogar goldene Schilder gab und sie daher Chrysoaspiden nannte. rgyriäsis (grch.) nennt man die glewer Dofen nach längerm innerlichen Gebrauche kleiner Dosen von salpetersaurem Silberoxyd entstehende Silberfärbung der äußern Haut, welche zuerst blaugrau erscheint, dann bronzefarbig wird, in den höchsten Graden aber ins Schwärzliche übergeht. Die A. beruht auf der Anwesenheit höchst Jellenschichte metallischen Silbers in den tiefern Zellenschichten der Oberhaut, zeigt sich zunächst an denjenigen Stellen, welche dem Sonnenlichte am meisten ausgesetzt sind, erstreckt sich aber auch über die Bindehaut des Auges und die Schleimhaut der Lippen und der Genitalien und verschwindet nur in äußerst seltenen Fällen. Man hat verschiedene silberlösende Waschungen gegen die A. angewendet, aber vergeblich.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 884Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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