Arkade (vom lat. arcus, Bogen), Bogenstellung, nennt man im allgemeinen eine im Zusammenhang fortlaufende Reihe auf Stützen, Pfeilern oder Säulen ubndie Bogen. Sind die A. selbständige, sich lang hinziehende Gebäude, bedeckte Gänge, an einer oder an beiden Seiten offen, so werden auch Kolonnaden genannt. Meist sind sie jedoch integrierende Teile eines größern Gebäudes, umgeben den Hof eines Klosters (Kreuzgang), eines Palastes oder ziehen sich an der Front von Gebäuden, oft ganze Straßen lang oder freie Plätze Rchand r⸗ hin. Im letztern Falle hießen sie in Deutschland Lauben. In gewissen Fällen, wo die A. nur ein kleiner Teil eines größern Gebäudes ist, heißt sie auch Loggia, Bogenhalle. Wenn die Bogen auf Pilastern ruhen, so u diese Bogenstellung eine Scheinarkade un ist eine architektonische Kunstform, welche unter gewissen Bedingungen zur Dekoration größerer Flächen angewendet wird. Zuweilen dienen A. auch rein konstruktiv als Unterbauten zum Tragen einer Wasserleitung (besonders bekannt ist jene der röm. Campagna), einer Straße (Viadukt), Eisenbahn, einer Terrasse (Schloß Solitude bei Stuttgart) u. s. w. A. sind, seitdem der Bogen erfunden ist, zu allen Zeiten in allen Baustilen angewendet worden, von den Römern (Kolosseum zu Rom), im altchristl. Stil (GAuche San-Clemente zu Rom), im m wöurischen (Kirche San-Marco zu Venedig), im maurischen (Löwenhof der Alhambra bei Granada), besonders Archit aber in der roman., got. und Renaissancerchitektur.