abbinden, 1. auch zulegen (Zimm.), frz. assembler, joindre, engl. to assemble, to frame, to join, sämmtliche zu einem Gebäude oder Bautheil gehörige Holzstücke so auf einer horizontalen Fläche zurechtlegen, durch das Ausarbeiten aller Verbindungstheile mit einander verbinden und dann durch Zahlen etc. so bezeichnen, daß man sie wieder aus einander nehmen, auf den Bauplatztransportiren und dort nach diesen Zeichen leicht und schnell wieder zusammenstellen kann. — 2. Auch im Bergbau werden die Maschinentheile und Baustücke einer Grubenzimmerung vor der Aufstellung abgebunden od. zugelegt. — 3.(Hammerw.) das Zaineisen in Bunde von /, ½ und ¼ Ctr. bringen; es geschieht dies auf dem Abbindebock, m., einem langen, sägebockähnlichen Gestell.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 3Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei